Schäden durch Viren
Ein Großteil der Viren ist glücklicherweise überhaupt nicht dafür
vorgesehen, Schäden anzurichten.
Viele Viren geben z.B. lediglich von Zeit zu Zeit eine Botschaft auf dem
Bildschirm aus und wurden von ihren Schöpfern lediglich auf schnelle und weite
Verbreitung optimiert.
Schätzungen zufolge machen die „Datenkiller“ unter den Viren gerade einmal 5% aus. Allerdings können auch theoretisch „harmlose“ Viren schwere Schäden verursachen, wenn sie entweder schlecht programmiert wurden und z.B. auf selteneren Betriebssystemen bzw. Betriebssystemversionen unvorhergesehene Folgen haben oder – häufiger als vermutet - weil ein Anwender in panischer Angst mit seiner Anti-Viren-Software alle potentiell infizierten Dateien löscht und dabei wichtige Daten für immer mit verloren gehen.
Eine kleine Auswahl an
Aktionen, die Viren ausführen können:
- Ausgeben von unsinnigen Fehlermeldungen
- Abändern oder Löschen
einzelner Programme / Dokumente / Daten
- Systemleistung bremsen
(verlangsamen)
- Formatierung von
Festplatten
- BIOS-Chip überschreiben (CIH-Virus)
Im Grunde gibt es kaum
etwas, was ein Virus nicht anrichten könnte. Der Fantasie der Programmierer
sind hier kaum Grenzen gesetzt. Da jedoch meist die rasche Verbreitung für die
Programmierer interessanter ist als die angerichteten Schäden, wird dieses Zerstörungspotenzial
derzeit nur minimal ausgenutzt.
Dies könnte sich aber
ändern, wenn Viren als „terroristische Waffen“ gerade auf maximale
Schadenswirkung hin programmiert würden.